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Sonntag, 30. Januar 2022

Zeit für eine vertrauenswürdige E-ID

Gut vor einem Jahr startete der Kampf um die Rechte für die E-ID und lieferte schon bald hitzige Debatten. Wehrbare Nerds zogen gegen einen Zusammenschluss aus Bundesrat, Parlamentarier und Wirtschaftslobbyisten zu Felde. Schlussendlich hat der Rat der Bünde eine Entscheidung gefällt.

Eine, die noch im letzten Jahr unfassbar, unhaltbar, ja sogar mirakulös gewesen wäre; Anstelle einem weiteren Geschäftsmodell, das zur fröhlich einseitigen Verglasung und anschliessender Ausbeutung der  Bevölkerung durch ein Syndikat von wenigen hätte führen können. Ich frage mich an der Stelle grad, warum wir noch Quarzsand schürfen und brennen; Glas gäb's genug. Im Gegensatz zum gläsernen Bürger steht bei der neuen ID der Zweck für die Allgemeinheit im Mittelpunkt. Selbstbestimmung im Digitalen, Sparsamkeit was Daten anbelangt und auch Datenschutz durch Technik sind die Richtlinien.


Vor einem Jahr haben wir die Abstimmungskampagne zum E-ID-Referendum mit einer Medienkonferenz lanciert. Das Referendum wurde notwendig, nachdem Bundesrat und Parlament nach langer Vorbereitungsphase eine E-ID beschlossen hatten, die private Vermittler bevorzugten. Somit wurden alle Stimmen missachtet, welche einen besseren Datenschutz und die Vergabe als hoheitliche Berufung gewollt hatten.

Laut den Befürwortern des Erlasses würde mit dem Referendum unnötig Zeit vergehen. Währenddessen steht der Schweiz mit der "rabiaten Opposition" eine Digitalisierungs-Blockade bevor. Desto erfreulicher war das Ergebnis der Abstimmung; Die helvetische Stimmbevölkerung lehnte das E-ID-Gesetz im März 2021 mit genug Wucht einer Zweidrittelmehrheit ab.

Die Bundesrätin Karin Keller-Suter sprach am Abstimmungssonntag von "einem Rückschritt" - dafür verdient sie einmal mehr einen Tritt. Jedoch wurde somit ein wichtiger Richtungswechsel erst möglich.

Kurz nachdem der Abstimmungstag vorüber war, reichte die Piratenpartei gemeinsam mit den Angestellten vom Volk - also den Räten - eine Motion für eine vertrauenswürdige, staatliche E-ID an den Bund. Eine Einzigartigkeit ist wohl, dass sie dann in sechsfacher Ausführung und unterstützt von allen Fraktionen eingereicht wurde. Dieses deutliche Zeichen erlaubte ein Kurswechsel um 180 Grad.

Es folgte im Herbst 2021 der Austausch im Rahmen des Beirats Digitale Schweiz, eine publike Konsultation zum Zielbild der E-ID und eine konferenzielle Diskussion.

Heute hat der Bundesrat den Kurswechsel definitiv vollzogen und einen Richtungsentscheid zur zukünftigen E-ID getroffen. Dieser sieht vor:

Halter der E‑ID sollen maximal mögliche Kontrolle über ihre Daten erhalten (Self-Sovereign Identity - die eigene Identitätssouveränität). Der Schutz der Daten soll unter anderem durch das System selber (Privacy by Design - Privatsphäre durch Technik), zudem auch durch die Reduzierung der notwendigen Datenflüsse (Prinzip der Datensparsamkeit) wie auch eine dezentrale Speicherung der Daten ermöglicht werden. Die E-ID soll ausserdem auf einer rein staatlich betriebenen Verwaltung aufbauen. 

Dies ist ein gewaltiger Erfolg.

Mit dem E-ID-Referendum ist es nicht nur gelungen, die Privatisierung der E-ID zu verhindern sondern die Diskussion in neue und andere Bahnen zu lenken. Anstelle eines destruktiven Geschäftsmodells für Private ist nun endlich wieder mal der Nutzen für Jeden im Fokus der Anstrengung. Digitale Selbstbestimmung, Datensparsamkeit und Datenschutz durch Technik sind die Flaggschiffe dieser Bewegung.


Der Text ist eine Abwandlung des Originals von der digitalen Gesellschaft.

Über die Urheber dieser Kuration

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Windows 11 trotz Inkompatibilität oder ohne TPM installieren

Windows 11 ohne TPM Kompatibilität installieren egal ob der Computer ein Sportcar Dominator Modell
Die Anleitung erfolgt ohne Gewähr, da es sich von Gerät zu Gerät unterschiedlich verhalten kann.
In der Regel funktioniert es jedoch einwandfrei.



Kurzanleitung: Windows 11 für Computer ohne TPM 2.0

  1. Die Installation von Windows 11 mit einem bootfähigen USB Stick starten. Eventuell die Einstellungen zum Secure Boot umstellen, falls das System nicht ordentlich das Setup startet.
  2. Abwarten, bis die Meldung “This PC can't run Windows 11" oder zu Deutsch "Auf diesem Gerät kann Windows 11 nicht ausgeführt werden" erscheint.
  3. Jetzt "Shift + F10" drücken, so dass die schwarze Konsole für Eingaben auftaucht.
  4. In dieser Eingabeaufforderung „regedit“ eingeben und mit der Enter-Taste bestätigen. Damit öffnet sich der Windows Registry Editor.
  5. Zu HKEY_LOCAL_MACHINE / SYSTEM / Setup wechseln, um daraufhin mit der rechten Maustaste auf den Setup Eintrag zu klicken. Mit „New > Key“ wird ein neuer Schlüssel erstellt, der mit „LabConfig“ betitelt und mittels Eingabetaste bestätigt wird.
  6. Abermals einen Klick mit der rechten Maustaste auf den soeben erstellten LabConfig Schlüssel (oder Ordner) ausführen und mit „New“ einen DWORD (32-bit) value mit der Bezeichnung BypassTPMCheck erstellen und den Wert auf 1 setzen.
  7. Falls die RAM Speichervoraussetzung ebenfalls umgangen werden soll: Einfach einen weiteren DWORD (32-bit) Wert mit der Bezeichnung BypassRAMCheck und setzen Sie dessen Wert auf 1
  8. Falls SecureBoot als Voraussetzung ausgeschaltet werden soll: Ein weiteres Mal einen DWORD (32-bit) Wert mit dem Titel BypassSecureBootCheck erschaffen und dessen Wert auf 1 setzen
  9. Anschliessend den Registry Editor schliessen, in der Konsole "exit" eingeben und mit der Entertaste bestätigen oder alternativ das X oben rechts anklicken.
  10. Beim zurückkehren zum Windows-Setup-Bildschirm, entweder den Zurück-Pfeil oder das Kreuz (X) oben rechts anklicken, den Abbruch der Installation bestätigen und den Installationsprozess so neustarten.

Jetzt sollte die Installation von Windows 11 auch auf Rechnern ohne Support für TPM 2.0, dem SecureBoot und auch mit weniger als 4 GB RAM möglich sein. Wobei es durchaus Nutzer gibt, die darauf hinweisen, dass dieser Weg auch fehlschlagen kann. Aber wer es unbedingt probieren möchte, dem soll ja schliesslich die zumindest die Möglichkeit gegeben werden. ;-)

Ich wünsche viel Vergnügen und Erfolgsmomente beim Ausprobieren!

Donnerstag, 23. September 2021

Anleitung für Huawei P20 Pro Dual Sim - Kaputten Akkudeckel selber austauschen


Eine beispielhafte Video-Anleitung zum Reparieren, beziehungsweise Austauschen eines Huawei P20 Pro Backcovers - falls die Rückseite durch einen unerwarteten Sturz zu Schaden kam.

Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Samstag, 18. September 2021

Zeitsparende Tastenkombinationen für Windows 10

Effektiver arbeiten mit Kurzwahltasten und entdecke Windows mit der Tastatur neu.
Eine kleine, feine Auswahl an Kurzwahltasten, die die Arbeit mit Windows oder Office stark vereinfachen und angenehmer gestalten kann.
Mit dem Halten der Windows-Taste unten links, wie auch dem Gedrückt halten des jeweiligen Buchstaben, wird die entsprechende Aktion ausgeführt.


[Windows] + [E]: Das Explorer-Fenster öffnet sich.
[Windows] + [D]: Direkt zum Desktop und wieder zurück springen.
[Windows] + [I]: Die Einstellungen werden geöffnet.
[Windows] + [A]: Das Info-Center wird geöffnet.
[Windows] + [X]: Ein Experten-Menü mit zahlreichen Funktionen wird geöffnet.
[Windows] + [S]: Die Suche über Cortana wird gestartet.
[Windows] + [P]: Projiziert den Hauptbildschirm auf einen weiteren Bildschirm.
[Windows] + [V]: Die Zwischenablage öffnet sich.
[Windows] + [K]: Kabellose Geräte verbinden.
[Windows] + [.]: Das Emoji-Menü öffnet sich.
[Windows] + [L]: Der Computer wird gesperrt.

[Windows] + Nummer: Öffnet an die Taskbar angeheftete App in der jeweiligen Position.
[Windows] + [Alt] + [G]: Gaming Menü aufrufen, um Ihr Spiel aufzuzeichnen.
[Windows] + [Druck]: Ein Screenshot wird erstellt und unter Benutzer / Bilder / Bildschirmfotos gespeichert.
[Windows] + [Shift] + [S]: Macht einen Screenshot von einem ausgewählten Bildschirmabschnitt.





Tastenkombinationen mit der Ctrl-Taste

Dies sind die Tastenkombinationen mit der Steuerungs-Taste CTRL oder auf deutschen Tastaturen steht STRG:

[Ctrl] + [A]: Alle Elemente oder der komplette Text wird markiert.
[Ctrl] + [X]: Alle markierten Elemente werden ausgeschnitten.
[Ctrl] + [C]: Alle markierten Elemente werden kopiert.
[Ctrl] + [V]: Alle ausgeschnittenen oder kopierten Elemente werden eingefügt.
[Ctrl] + [Shift] + [V]: Alle ausgeschnittenen oder kopierten Elemente werden ohne Formatierung eingefügt.
[Ctrl] + [Z]: Die letzte Aktion wird rückgängig gemacht.
[Ctrl] + [Y]: Die letzte Aktion wird wiederholt.
[Ctrl] + [Shift] + [N]: Erstelle einen neuen Ordner.
[Ctrl] + [F]: Starte eine Suche innerhalb eines Ordners im Explorer.
[Ctrl] + [Alt] + [Entf]: Sicherheitsoptionen werden angezeigt.
[Alt] + [Enter] oder [Alt] + Doppelklick: Öffnet die Eigenschaften einer Datei.


Virtuelle Desktops per Tastenkombination verwalten

Auf die Tasten "Windows" + "Tab" drücken, um die Anzeige für alle offenen Fenster und Desktops zu öffnen. Diese können mit der Maus angeklickt oder über die Pfeil-Tasten mit Enter ausgewählt werden.
Um den neuen virtuellen Desktop zu starten, wird zur selben Zeit auf die Tasten "Windows" + "Ctrl" + "D" gedrückt.


Über "Windows" + "Ctrl" + "F4" wird der Desktop wieder geschlossen. Alle noch geöffneten Fenster und Programme werden auf den benachbarten Desktop verschoben.


Mit "Windows" + "Ctrl" + "Pfeil-Links" oder "Pfeil-Rechts" wird direkt zwischen den Desktops hin und her gewechselt.


Windows 10: Bildschirm per Tastenkombination aufteilen

Unter Windows 10 lässt sich Bildschirm per Tastenkombination aufteilen.

Ein beliebiges Fenster öffnen und die "Windows"-Taste halten, sowie eine der vier Tasten mit Pfeilen drücken.

Somit lässt sich das Fenster minimieren, maximieren oder an den linken beziehungsweise rechten Bildschirmrand schieben.

Die Tastenkombinationen lassen sich auch kombinieren. Nacheinander auf die Pfeil-Taste nach links und nach oben klicken und schon landet das Fenster im oberen linken Viertel des Bildschirms.
Sobald ein Programm angeordnet wurde, werden für die andere Bildschirmhälfte weitere Programme vorgeschlagen, die mit einem Klick in den freien Bereich gelegt werden können.

Donnerstag, 16. September 2021

Informatiker und Microsoft Witze zur Abwechslung

Wie viele Microsoft-Programmierer braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

Keinen, Dunkelheit wird zum neuen Standard erklärt.

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Ein Ingenieur, ein Physiker und ein Microsoft-Programmierer fahren im Auto. Das Auto bleibt auf einmal stehen.

Meint der Physiker: "Mist! Das liegt dann bestimmt am Shell-Benzin, welches wir vorher getankt haben."

Sagt der Ingenieur: "Ach was. Das liegt garantiert an der Zylinderkopfdichtung."

Sagt der Microsoft-Programmierer: "Moment, jetzt schliessen wir alle Fenster, schalten den Motor aus, steigen aus und dann wieder ein. Schon geht's wieder los."

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Drei Informatiker auf der Toilette.

Nach dem Urinieren tritt der erste ans Waschbecken, wäscht sich flüchtig die Hände und trocknet sie grob an der Hose ab. "Wir von Windows sind schnell!"

Nun geht der zweite zum Waschbecken, wäscht seine Hände mit Seife und trocknet sie ordentlich an den Papiertüchern ab. "Wir von Apple sind nicht nur schnell, sondern auch gründlich!"

Nun ist der dritte fertig und die anderen beiden machen ihm Platz. Der der geht zielstrebig am Waschbecken vorbei. "Wir von Linux pinkeln uns gar nicht erst in die Hände!"

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Donnerstag, 9. September 2021

Der Umgang mit der Idenditätskarte im Netz

Die Identität im Netz

Manch einer fürchtet sich vor Betrug im Internet. Trotzdem gehen viele davon ziemlich sorglos mit ihren wertvollen Daten um. Als Beispiel dient etwa die gespeicherten Information auf der Identitätskarte. Der neue Ausweis enthält neben den sichtbaren Daten auch ein Speicher- und Verarbeitungsmedium, unter anderem für den Identitätsnachweis über elektronische Geräte.

Das Ausweisgesetz soll die sensiblen Daten und die neuen Funktionen vor Missbrauch schützen.

Das Hotel erstellt beim Einchecken eine Kopie, das Fitnessstudio verlangt ein Pfand als Sicherheit. So kommt es, dass es für viele Menschen nichts Aussergewöhnliches mehr ist, ihren Personalausweis an Fremde auszuhändigen.

Doch Unternehmen dürfen ihre Kunden gar nicht dazu auffordern.

Schon seit 2010 ist es Dritten grundsätzlich nicht mehr erlaubt, den Personalausweis zu fotokopieren, zu scannen oder als Pfand nehmen zu wollen. Die Ausnahme gilt nur in wenigen einzelnen Fällen, wie etwa für einige Behörden, für Banken und seit dem BÜPF auch Telekommunikationsanbieter.

Der Expertenrat besagt:

Das Dokument oder den Ausweis behalten und das Weitergeben ablehnen. Auch Unternehmen müssen sich damit zufrieden geben, sich den Ausweis zeigen zu lassen, um beispielsweise jemanden zu identifizieren oder Angaben über Alter und Anschrift zu überprüfen.

Neu sind sichere Signaturen möglich, um Verträge, Urkunden oder Anträge digital zu “unterschreiben”. Doch auch der gute alte Ausweis beinhaltet persönliche Informationen, die nicht in fremde Hände gelangen sollten. Dann gilt; Sind die Daten einmal in Umlauf, lässt sich ihre Verbreitung nur schwer unterbinden. Das Ausweisgesetz soll die Gefahr des Missbrauchs eindämmen.

Weitere Tipps:

  • Ausweis möglichst nie an Dritte abgeben. Eine Sonderregelung gilt für einige Behörden, beispielsweise die Polizei.
  • Von Fremden keine Kopien des Ausweises anfertigen lassen. Ausnahmen: Banken sind aufgrund des Geldwäschegesetzes sogar dazu verpflichtet, die Daten aufzunehmen und zu speichern. Auch Telekommunikationsanbieter dürfen im Rahmen eines Vertragsabschlusses Kopien anfertigen.
  • Wer es für notwendig hält, eine Kopie des Ausweises an Dritte weiterzugeben, sollte dort möglichst alle nicht erforderlichen Daten schwärzen.
  • Private Sicherungskopien des Ausweises sind weiterhin erlaubt.

Quellen

Quelle: ruv.de